Schädliche Inhaltsstoffe


Für viele konventionelle Produkthersteller ist es lukrativ, günstige Inhaltstoffe zu verwenden um die Produktionskosten zu senken. 
Wir möchten Euch auf dieser Seite einen Überblick verschaffen, wie Ihr die meist unverständlichen Deklarationen eines Produkts definieren könnt, und welche Inhaltsstoffe in der Haarkosmetik keineswegs enthalten sein sollten, um die Gesundheit und die Umwelt zu schützen. 

SILIKONE

INCI Bezeichnung: Dimethicone, Trimethicone, Methicone, Amodimethicone, Polysiloxane. Pauschal: alle Endungen mit "-methicone" und "-siloxane".

Wikung: Lassen das Produkt leichter auftragen und verteilen. Sie täuschen einen Pflegeeffekt vor, indem sie Haare und Haut geschmeidig und glänzend wirken lassen. 

Problem: Es legt sich eine Schicht um die Haare an, diese verklebt, und es können keine Nährstoffe mehr aufgenommen werden. Haut und Haare trocknen innerlich aus.

MIKROPLASTIK

INCI Bezeichnung: Acrylate Copolymer (AC), Acrylate Crosspolymer (ACS), Dimethiconol, Methicone, Polyamide (PA, Nylon), Polyacrylate (PA), Polymethylmetacrylate (PMMA), Polyquaternium (PQ), Polyethylene (PE), Polyethyleneglycol (PEG), Polyethyleneterephtalate (PET),
Polypropylene (PP), Polypropyleneglycol (PPG), Polystyrene (PS), Polyurethane (PUR), Siloxane

Wirkung: Jedes Produkt dass aus Wasser und Öl besteht, braucht einen Emulgator, damit sich die Stoffe miteinander verbinden. Dies geschieht mit Mikroplastik (PEG'S). 
In Peeling wirkt Mikroplastik als Schleifmittel, in Shampoo verhindert es das ziepen, indem ein Plastikfilm um die Haare legt. Und in Cremes sorgt es für ein geschmeidiges Gefühl.

Probleme: Mikroplastik verklebt die Haare und verstopft die Kopfhaut. Die Haut kann nicht mehr atmen. Es kommt zu einer Überproduktion von den Talgdrüsen, die Haut schuppt, fettet, oder trocknet aus. Außerdem verschmutzt Mikroplastik das Abwasser, es kann nicht herausgefiltert werden. Es gelangt in die Weltmeere und beeinträchtigt unsere Umwelt und deren Lebewesen.

ALKOHOLE

Man entscheidet zwischen den guten, pflegenden Alkoholen, und den schlechten, austrocknenden Alkoholen. Die guten wirken pflegend, antibakteriell, konservierend, und dienen als Extraktionsmittel für Naturextrakte. Gute Zuckeralkohole in der Kosmetik:
Butylene Glycol, Pentylene Glycol, Propylene Glycol ( auch Propanediol genannt), Glycerin.

Wenn Sie folgende Bezeichnungen lesen, sollten Sie hellhörig werden, denn diese können in hohen Konzentrationen zu Austrocknung, Rötung und Hautreizungen führen:

Ethanol, Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol, Diethylphthalat, SD Alcohol, Alcohol Denat, Ethyl Alkohol, Benzylalcohol.

MINERALÖLE, PARAFFINE, SYNTHETISCHES GLYCERIN

INCI Bezeichnung: Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline

Wikung: Mineralöl wird aus Erdöl gewonnen. Der Grundstoff ist sehr haltbar, günstig in der Herstellung und verursacht keine Allergien. Er macht die Haare weich und geschmeidig. 
Problem: Mineralöle verstopfen die Poren, die Haut kann nicht mehr mit Nährstöffen versorgt werden, und unter der Schicht aus Paraffinen auf der Haut können sich Bakterien und Keime entwickeln. Sie schädigen das Gewässer da sie nicht abgebaut werden können.

SULFATE

INCI Bezeichnung: Sodium Laureth Sulfate (SLS), Sodium Pareth Sulfate (SPS)

Wirkung: Sulfate sind Salze die aus Schwefelsäure gewonnen werden. Sie reinigen und schäumen sehr gut, und können jeden Schmutz beseitigen.
Problem: Sie sind so agressiv, dass sie die schützende Lipidschicht schädigen. Haare und Haut trocknen sehr stark aus. Es kommt zu Rötungen und Juckreiz der Haut.

PARABENE

INCI Bezeichnung: Propylparaben, Butylparaben, Ethylparaben, Methylparaben, Isopropylparaben, Isobutylparaben

Wikung: Parabene wirken antimikrobiell und fungizierend, deshalb werden Sie als Konservierungsstoff eingesetzt.
Problem: Sie reichern sich im Körper an,  stehen im Verdacht hormonell wirksam zu sein. Sie werden mit Unfruchtbarkeit, Lernschwierigkeiten, Fettleibigkeit und verschiedenen Krebsarten wie Brustkrebs in Verbindung gebracht. 



BENZOPHENON

INCI Bezeichnung: Butyl Methoxydibenzoylmethane, Oxybenzone, 4-Methylbenzylidene Camphor,
Benzophenone-1 bis 4

Wirkung und Probleme: Benzophenone kommen als chemische UV-Filter in Pflegeprodukten vor. Sie sollen Farben und Duftstoffe vor der Zerstörung durch UV- Strahlung schützen. 
Problem: Wirkt allergisierend, steht im Verdacht hormonell wirksam zu sein und Krebs zu begünstigen.

FORMALDEHYD
Die Substanz Formaldehyd oder Formalin wird zur Konservierung in Kosmetika eingesetzt. Formaldehyd kann aber auch Allergien auslösen, zu Kopfschmerzen und Asthma führen, Haut und Haare austrocknen, die Haut sensibilisieren und schneller altern lassen und sogar Zellen zerstören

Erkennen lässt sich dieser Inhaltsstoff an den Bezeichnungen Hydantoin, Sodium Lauryl Sulfat, Formalin oder der Abkürzung mnm.  Als Alternative bieten sich natürliche Konservierungsstoffe wie Bio-Alkohol und ätherische Öle an, die in zertifizierter Bio- und Naturkosmetik zu finden sind.



ERDÖL
Viele Inhaltsstoffe werden auf Basis von Erdöl hergestellt, durch ihre Förderung und Verwertung sind sie jedoch umweltgefährdend. Außerdem kann die Haut durch Erdöl geschädigt werden, weil sie die Haut abdichtet. Dadurch kann die Haut nicht mehr atmen und trocknet aus und fühlt sich zwar weich und glatt an, wird aber nicht gepflegt. 

Als Inhaltsstoffe erkennt man Erdöl unter anderem an den Bezeichnungen Paraffinum Liquidum, Isoparaffin, Vaseline, Mineral Oil, (Microcrystalline) Wax und Petrolatum. Vermeiden lässt sich Erdöl nur mit zertifizierter Naturkosmetik.


PALMÖL

Palmöl ist billig und wirkt rückfettend und antioxidativ, deswegen befindet sich dieser Inhaltsstoff in fast allen Pflegeprodukten. Palmöl führt jedoch zu massiven Brandrodungen in Südostasien, was sich auf die Artenvielfalt, die Bevölkerung vor Ort und das weltweite Klima auswirkt. 

Zu erkennen ist Palmöl bei Kosmetik unter dem Wortbestandteil palm oder palmitate, es gibt aber insgesamt 25 verschiedene Bezeichnungen für den Inhaltsstoff, darunter Cetearyl Alcohol, Glyceryl Stearate oder Stearic Acid. Wer Naturkosmetik verwendet, nutzt zumindest zertifiziertes und damit nachhaltigeres Palmöl. Erkennen tut man das zertifizierte Palmöl am RSPO-Siegel.